Startseite frei-starten.de
Startseite frei-starten.de

Kredite

Was heißt das eigentlich: „einen Kredit aufnehmen“, „auf Pump leben“ oder „Raten zurückzahlen“?
Es gibt unterschiedliche Arten von Krediten. Einen Kredit könnt ihr entweder von einer Bank bekommen oder von einem Händler.

Ein Kredit liegt immer dann vor, wenn eine Leistung vor der Zahlung erbracht wurde!

Bei einer Bank gibt es folgende Kredite:

  • Ratenkredit
  • Kreditkarte
  • Dispositionskredit

Bei einem Händler gibt es diese Kreditarten:

  • Handyvertrag – Was hat das mit Kredit zu tun?
  • Versandhandel – Shoppen im Internet oder im Katalog
  • Leasing – Der Traum vom eigenen Auto

 

 

Ratenkredit

Wir alle haben Wünsche, die wir uns gerne erfüllen möchten, zum Beispiel einen neuen Laptop. Manchmal werden solche Anschaffungen ja auch unerwartet notwendig, wenn z.B. das alte Gerät kaputt geht.
Ein Problem tritt auf, wenn wir im Laden stehen und feststellen, dass wir momentan nicht genug Geld haben, um uns den Gegenstand zu kaufen.
Die Geschäfte, z.B. ein Elektrohändler, arbeiten aus diesem Grund häufig mit Banken zusammen. Die Banken bieten den Kunden einen Ratenkredit an. Das bedeutet: Die Bank gibt dem Kunden Geld, damit er sich seinen Laptop kaufen kann. Natürlich ist dieses Geld aber nicht geschenkt – der Kunde muss den Kredit zurückbezahlen: in mehreren Raten, das heißt, kleineren Geldbeträgen. Damit die Bank auch etwas „davon hat“, dem Kunden das Geld auszulegen, muss der Kunde zusätzlich Zinsen an die Bank zahlen. Zinsen nennt man das Geld, dass Du der Bank dafür bezahlst, dass sie das Geld für dich auslegt. Kreditzinsen sind oft sehr hoch. Durch diese Zinsen verdient die Bank.

… und was ist mit der 0%-Finanzierung?

Vielleicht denkst du jetzt: „Ich habe aber auch schon ganz oft Werbung für eine 0%-Finanzierung gesehen!“ Das stimmt: Immer mehr Elektrohändler und Einzelhändler werben für diese Form von Kredit, nach dem Motto „Erfüll dir deine Wünsche jetzt und zahle später“.
Oftmals werden aber zusätzlich Bearbeitungsgebühren und sonstige Gebühren seitens der kooperierenden Bank erhoben. Und dann liegt der Zins nämlich gar nicht mehr bei 0%, sondern er kann bei einer kleineren Kreditsumme schon mal bei 7% oder mehr liegen. Nehmen wir mal an, Du finanzierst eine Kamera für 200€. Du musst dafür vorab eine Bearbeitungsgebühr von 40€ zahlen. Das entspricht einem Zins von 42,57%. Das bedeutet für jeden Euro, den Du Dir geliehen hast bezahlst Du 42 Cent Zinsen. Das ist eine ganze Menge!

Deswegen solltest du bei allen Kreditverträgen immer den effektiven Zins vergleichen.
Das ist der „wahre“ Zins, in dem alle Gebühren enthalten sind.

 

Kreditkarten – Die ultimative Freiheit?

Du hast bestimmt schon mal eine Kreditkarte gesehen (z.B. VISA, Mastercard). Mit einer Kreditkarte kann man auf der ganzen Welt bargeldlos bezahlen. Man kann damit auch Bargeld abheben oder in Online-Shops bezahlen.

Meistens werden die Beträge erst nach einer gewissen Zeit vom Konto des Kreditkartenbesitzers abgebucht, oft am Ende des Monats. Das heißt: Eure Bank zahlt erst mal alle Beträge und gibt dir dadurch einen Kredit – am Ende des Monats holt sie sich das Geld aber wieder zurück! Wenn Du zu viel ausgegeben hast, dann fehlt Dir das Geld wieder für den nächsten Monat und Du musst wieder auf Kredit kaufen. So beginnt ein Teufelskreis, der oft in einer Überschuldung endet!

Deshalb ist es wichtig, dass du den Überblick behältst über alle Einkäufe, die du mit der Kreditkarte bezahlst. Die meisten Leute geben nämlich mehr Geld aus, wenn sie mit Karte zahlen als wenn sie bar bezahlen!

Eine Kreditkarte bekommt man auch nur, wenn man eine gute Bonität, d.h. Kreditwürdigkeit und ein ausreichendes Einkommen hat.

 

Dispositionskredit – überziehen kann weh tun!

Bestimmt hast du auch schon einmal den Begriff „Dispo“ gehört. Die Abkürzung steht für „Dispositionskredit“. Eine andere Bezeichnung dafür ist „Überziehungskredit“. Daran siehst du auch schon, womit dieser Kredit zu tun hat: Ein Dispo-Kredit ist eine Kontoüberziehung, die von der Bank genehmigt wird. Das bedeutet, dass man mehr Geld ausgeben darf, als eigentlich auf dem Konto ist. Normalerweise kann der Bankkunde sein Konto bis zu einem festgelegten Betrag überziehen – dafür kassiert die Bank aber auch sehr hohe Zinsen.
Ein Überziehungskredit ist also sehr teuer und er sollte daher nur in Notfällen in Anspruch genommen werden!

 

Handyvertrag – Was hat das mit Kredit zu tun?

Der Handyvertrag – vielleicht hast du einen und fragst dich: Was hat das denn mit einem Kredit zu tun? Mir hat doch niemand Geld geliehen, damit ich mir das Handy kaufen kann!

Das ist richtig. Oftmals sieht man ja auch Anzeigen, laut denen ein Gerät 0 Euro kostet.

In solchen Fällen gewährt der Mobilfunkhändler einen Kredit: Er überlässt dir das Handy und im Ausgleich dazu zahlst du ihm eine monatliche Grundgebühr. Diesen monatlich festen Betrag kann man ähnlich verstehen wie eine monatliche Rate bei einem Ratenkredit.
Wichtig: Mobilfunkanbieter „verschenken“ keine Handys!

Auch in diesem Fall gilt: Es wird eine Leistung (das Handy) vor der Zahlung (Grundgebühr) erbracht. Damit handelt es sich um einen Kredit!

 

Versandhandel – Shoppen im Internet oder im Katalog

Von zu Hause aus bequem einkaufen: Online-Shops für Kleidung, Schuhe oder Elektronik werden immer beliebter. Beim so genannten Versandhandel werden die Produkte im Internet, aber auch im Fernsehen oder über einen Katalog angeboten.

Viele dieser Anbieter werben auch mit Sprüchen wie „Kaufe jetzt und zahle später“. Viele Leute kaufen Dinge, die sie sich eigentlich nicht leisten können und hoffen bis zum Ablauf der Frist an Geld zu kommen. Wenn ich zum Beispiel eine Jeans für die Party am Wochenende brauche und kein Geld habe, dann zahl ich einfach erst 30 Tage später. Nur ob ich 30 Tage später auch wirklich das Geld habe?

Wenn die Lieferung der Bestellung erfolgt, bevor du zahlen musst, handelt es sich auch um eine Form von Kredit. Und wenn man den nicht zurückzahlen kann, weil man später vielleicht das Geld für andere Dinge braucht, dann bekommt man Probleme!

 

Leasing – Der Traum vom eigenen Auto

Leasing kann dann ein Thema für dich werden, wenn du dir ein Auto anschaffen willst.

Beim Leasing bezahlt man nur die Nutzung des Pkws, ohne Eigentümer zu werden. Es bedeutet also im Prinzip, dass man das Auto für einen Zeitraum (ca. 2-3 Jahre) mietet. In diesem Zeitraum zahlt man Leasing-Raten. Diese Raten sind ziemlich hoch und das Auto gehört Dir später nicht.

Einen Leasing Vertrag kann man nicht einfach kündigen. Man muss bis zum Vertragsende zahlen. Wenn man sich die Raten nicht mehr leisten kann, dann holt sich der Autohändler das Auto zurück und verklagt dich möglicherweise auf Schadensersatz. Leasing kann also ganz schön teuer werden!

Wenn der Leasing-Vertrag abgelaufen ist, muss man entweder den Wagen wieder zurückgeben oder einen neuen Vertrag abschließen.
 

Inhalt abgleichen