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Die Module

Das Präventionsprogramm besteht aus vier integrierten jeweils 90 Minuten umfassenden Schwerpunktmodulen, die an verschiedenen verschuldungskritischen Faktoren ansetzen. Die einzelnen Module bestehen aus verschiedenen Bausteinen, die beispielsweise Gruppenaufgaben, Filmclips zum Thema Jugendüberschuldung sowie Lernspiele beinhalten. Die Bausteine sind derart gestaltet, dass sie bei Jugendlichen eine hohe Motivation zur aktiven Teilnahme auslösen.

 

Funktionen des Moduls 1

Im Modul 1 des Präventionsprogramms geht es in erster Linie darum, das Thema Schulden zu enttabuisieren und bei Jugendlichen Interesse und Motivation zu wecken, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Dies geschieht insbesondere durch einen Film, der den Prozess der Überschuldung zweier Jugendlicher darstellt und durch einen hohen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen die Distanz zum Thema abbaut. Durch den persönlichen Bezug zur Lebenssituation der Jugendlichen wird die notwendige emotionale Betroffenheit und Motivation zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Überschuldung“ geschaffen. Ein weiteres Ziel des Moduls besteht darin, den Jugendlichen die grundlegenden Ursachen für Überschuldung (Situations- sowie Persönlichkeitsfaktoren) anhand der Beispiele aus dem Film aufzuzeigen und damit einen Grundstein für die kommenden Lernmodule zu legen.

 

Funktionen des Moduls 2

Ziel des Moduls ist es zum einen, Jugendliche durch das selbstständige Erstellen eines Haushaltsplans mit den notwendigen Kompetenzen zum planmäßigen Umgang mit Geld auszustatten. Zum anderen wird anhand von vier themenspezifischen Bausteinen das Finanzwissen sowie die financial awareness, also die Sensibilität für überschuldungsbegünstigende Situationen, die Motivation diese zu vermeiden sowie die Fähigkeit diese zu bewältigen, gefördert. Die Zielsetzung des Moduls geht somit über die reine Wissensvermittlung hinaus und schließt sowohl die Fähigkeit, als auch Bereitschaft zur Bewältigung der Anforderungsbereiche Kredit, Girokonto, Handyvertrag und Mahnung ein.

 

 

Funktionen des Moduls 3 

Das Ziel dieses Moduls ist es, bei den Jugendlichen zunächst einen Reflexionsprozess über das eigene Konsumverhalten anzuregen. Ausgehend von eigenen Konsummustern wird die Unterscheidung zwischen funktionalem (den eigenen Interessen dienendem) und dysfunktionalem (den eigenen (langfristigen) Interessen entgegen gerichtetem) Kaufverhalten vermittelt. Bei den Jugendlichen wird das Verständnis dafür gefördert, dass manche Konsummotive nicht immer im Einklang mit den eigenen langfristigen Interessen stehen und auf diese Weise zu dysfunktionalen Kaufhandlungen antreiben. Das dysfunktionale Kaufverhalten wird in die drei anschaulichen Verhaltensbereiche „Demonstration“, „Stimulation“ und „Kompensation“ unterteilt. Eine weitere zentrale Funktion dieses Moduls ist die Übertragung des Zusammenhangs zwischen dysfunktionalen Motivationslagen und Konsum auf die Konsumwelt der Jugendlichen.

 

Funktionen des Moduls 4

Modul 4 hat in erster Linie eine Stärkung der konsumbezogenen Selbstkontrolle der Jugendlichen zum Ziel. Den Jugendlichen wird im Laufe des Moduls verdeutlicht, dass sie fähig sind Konsumsituationen zu erkennen, bewusst wahrzunehmen und zu kontrollieren. Anhand spezifischer Situationen werden alternative Handlungsmöglichkeiten entwickelt und es wird geübt, diese auf neue Überschuldungsszenarien anzuwenden. Das vierte Modul ist mit dem dritten Modul funktional verknüpft. In Orientierung am Zwei-Faktoren-Modell der Selbstkontrolle vom Baumeister befasst sich das dritte Modul mit der Bewusstwerdung von antreibenden Persönlichkeitstendenzen und das vierte Modul mit der Erarbeitung von Verhaltensalternativen zur Erhöhung der Selbstkontrolle im Konsumverhalten. Die Systematisierung der kritischen Konsumhandlungen orientiert sich an den drei im dritten Modul eingeführten Bereichen „Demonstration“, „Stimulation“ und „Kompensation“.
 

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